Bobath - Krankengymnastik bei Säuglingen und Kindern

Das Bobath-Konzept ist eines der bekanntesten Therapiekonzepte in der Physiotherapie. Es basiert auf einer neuro-physiologischen Grundlage und geht von einem Ansatz aus, der das Kind in seiner gesamten Persönlichkeit mit einbezieht.

Die drei grundlegenden Vorgehensweisen in der Bobath-Behandlung:
  •  Hemmung der pathologischen Bewegungsmuster
  •  Tonus-Normalisierung
  •  Anbahnung von physiologischen Bewegungen

07_baby_10Begonnen wird die Bobath-Behandlung mit dem Handling, d.h. mit der Lagerung, dem Hochnehmen und Tragen, dem An- und Ausziehen des in seiner Eintwicklung gestörten Säuglings, bzw. Kleinkindes.
Es folgt die Behandlung auf dem Schoß des Therapeuten bzw. der Bezugsperson und später das Mattenprogramm, wobei das Kind immer mehr Eigenaktivität entwickelt.

Während dieser Therapie werden dem Kind mit Hilfe verschiedener Schlüsselpunkte neue Bewegungserfahrungen vermittelt.
Diese Bewegungserfahrungen helfen dem Kind, seine von der Norm abweichenden Haltungs- und Bewegungsmuster zu verringern,
zu hemmen und sogar abzubauen. Ein unangepasster Muskeltonus kann reguliert werden.

So erhalten auch bewegungsgestörte Kinder die Möglichkeit, langfristig ihre Bewegungen zu konztrollieren, bzw. zu normalisieren und sie dem jeweiligen Entwicklungsstand anzugleichen.

 

 

Dieser Ansatz setzt eine enge Zusammenarbeit sowohl der beteiligten Fachdisziplinen (Arzt/In, Erzieher/Innen Logopäde/In, Ergotherapeut/In) untereinander, als auch mit den Eltern voraus.