Krankengymnastik für das zentrale Nervensystem

Das Bobath-Konzept wurde von der englischen Krankengymnastin Berta Bobath und ihrem Mann, dem Neurologen Dr. Karel Bobath entwickelt. Dieses Therapiekonzept richtet sich an Menschen mit angeborenen oder erworbenen Störungen des zentralen Nervensystems sowie sensomotorischen Auffälligkeiten, kognitiven Beeinträchtigungen und anderen neurologischen Erkrankungen.

Bobath – Krankengymnastik bei Erwachsenen

Das Bobath-Konzept ist das weltweit in allen therapeutischen und pflegerischen Bereichen erfolgreich angewandte Konzept zur Rehabilitation von Menschen mit Erkrankungen des Zentralen Nervensystems, die mit Bewegungsstörungen, Lähmungserscheinungen und Spastik einhergehen. Behandelt werden sowohl Menschen nach einem Schlaganfall, Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma, Zustand nach Tumoroperationen, Multipler Sklerose, Parkinson, Chorea, Ataxie oder Dyskinesien, als auch komatöse Patienten.

Das Ziel dieser Therapie ist eine verbesserte Körperwahrnehmung, der Aufbau von physiologischen Bewegungsfolgen und -übergängen, die Erarbeitung selektiver Bewegungen sowie Stell- und Gleichgewichtsreaktionen zur Normalisierung des Muskeltonus.

Je nach Schädigungsbild, Rehabilitationsstand, Handlungsziel und Bedürfnissen des Betroffenen gilt es, diesem ein adäquates therapeutisches Angebot zu machen.

Von Beginn an ist es eine gute Zusammenarbeit aller an der Rehabilitation beteiligten Personen (Arzt/Ärztin, Pfleger/in, Logopäde/in, Ergotherapeut/in, Krankengymnast/in) äußerst wichtig.

Bobath – Krankengymnastik bei Säuglingen und Kindern

Das Bobath-Konzept ist eines der bekanntesten Therapiekonzepte in der Physiotherapie. Es basiert auf einer neuro-physiologischen Grundlage und geht von einem Ansatz aus, der das Kind in seiner gesamten Persönlichkeit mit einbezieht.

Die drei grundlegenden Vorgehensweisen in der Bobath-Behandlung von Säuglingen und Kindern:

  • Hemmung der pathologischen Bewegungsmuster

  • Tonus-Normalisierung

  • Anbahnung von physiologischen Bewegungen

Begonnen wird die Bobath-Behandlung von Kindern und Säuglingen mit dem Handling, d.h. mit der Lagerung, dem Hochnehmen und Tragen, dem An- und Ausziehen des in seiner Eintwicklung gestörten Säuglings bzw. Kleinkinds.

Es folgt die Behandlung auf dem Schoß des Therapeuten bzw. der Bezugsperson und später das Mattenprogramm, wobei das Kind immer mehr Eigenaktivität entwickelt. Während dieser Therapie werden dem Kind mit Hilfe verschiedener Schlüsselpunkte neue Bewegungserfahrungen vermittelt.

Diese Bewegungserfahrungen helfen dem Kind, seine von der Norm abweichenden Haltungs- und Bewegungsmuster zu verringern, zu hemmen und sogar ganz abzubauen. Ein unangepasster Muskeltonus kann reguliert werden.

So erhalten auch bewegungsgestörte Kinder die Möglichkeit, langfristig ihre Bewegungen zu konztrollieren bzw. zu normalisieren und sie dem jeweiligen Entwicklungsstand anzugleichen.
Das Ziel dieser Therapie ist eine verbesserte Körperwahrnehmung, der Aufbau von physiologischen Bewegungsfolgen und -übergängen, die Erarbeitung selektiver Bewegungen sowie Stell- und Gleichgewichtsreaktionen zur Normalisierung des Muskeltonus.

Je nach Schädigungsbild, Rehabilitationsstand, Handlungsziel und Bedürfnissen des Betroffenen gilt es, diesem ein adäquates therapeutisches Angebot zu machen.

Dieser Ansatz setzt eine enge Zusammenarbeit sowohl der beteiligten Fachdisziplinen (Arzt/Ärztin, Erzieher/innen, Logopäde/in, Ergotherapeut/in) untereinander, als auch mit den Eltern voraus.

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