Massage, Fango, Lymphdrainage

Die Massage dient zur mechanischen Beeinflussung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur durch Dehnungs-, Zug- und Druckreiz. Die Wirkung der Massage erstreckt sich von der behandelten Stelle des Körpers über den gesamten Organismus und schließt auch die Psyche mit ein.

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Therapieform der physikalischen Anwendungen. Ihre Wirkungsweise ist breit gefächert. So dient sie unter anderem als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten (Arme und Beine), welche nach Unterleibs- und/oder Brust­krebs­operationen entstehen können. Durch kreisförmige Verschiebetechniken, welche mit leichtem Druck angewendet werden, wird die Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymphgefäßsystem verschoben. Die manuelle Lymphdrainage wirkt sich überwiegend auf den Haut- und Unterhautbereich aus und soll keine Mehr­durch­blutung, wie in der klassischen Massage, bewirken.

Massage bieten wir auch in Kombination mit Fangoschlamm als Fango-Massage an. Fango ist ein Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs. Vor der Anwendung wird das Gesteinspulver mit Wasser zu einem homogenen Brei aufgemischt, dieser auf eine Temperatur von 45 bis 50 °C erhitzt. Die leicht erkaltete Schlammplatte mit einer Schichtstärke von etwa 2 cm wird unter der Problemzone des Körpers platziert.

Anschließend wird der Körper zwecks optimaler Wärmespeicherung in Leinentücher oder Wolldecken eingehüllt. Die Anwendungsdauer solch einer Behandlung liegt zwischen 20 und 40 Minuten, wobei die Wärme des Fangos in das tief liegende Gewebe eindringen kann und dieses somit lang anhaltend und wirkungsvoll erwärmt.

Dieses bewirkt eine verbesserte Durchblutung der tiefliegenden Gewebeschichten und somit eine verbesserte Regenerationsfähigkeit. Die Heilwirkung von Fango in Kombination mit Massagen und Bewegungstherapie ist wissen­schaft­lich belegt.

Weitere Indikationen für Massagen und Lymphdrainagen sind sämtliche orthopädischen und traumatologischen Erkrank­ungen, die mit einer Schwellung einhergehen (Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen, Muskelfaserrisse etc.) Auch bei Verbrennungen, Schleudertrauma, Morbus Sudeck und ähnlichen Krankheitsbildern kann die manuelle Lymphdrainage durch einen Arzt verordnet werden.

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